Skip to content

Zurück an den Start

Manchmal wenn man denkt, es geht bergauf und es öffnen sich neue Wege kommt kurze Zeit spätere die bittere Ernüchterung. Man versucht zielstrebig zu sein und seinen musikalischen Weg zu gehen…und man möchte ihn vor allem nicht alleine bestreiten…und spätestens da zeigt sich, ob dieser musikalische Weg der Richtige war, wenn man letztendlich wieder alleine da steht.

Leider trifft man immer wieder Leute, die nicht mit der selben Leidenschaft Musik machen oder mit denen es einfach nicht möglich ist, gemeinsam Musik zu machen.

So bleibt manchmal nichts anderes übrig als seinen Weg als Einzelkämpfer zu bestreiten…mit allen Konsequenzen. Vielleicht ändert sich diese Situation ja irgendwann auch mal wieder.

Für mich bedeutete dies einfach einen Schlussstrich ziehen, Vieles neu überdenken und einfach nur „zurück an den Start“. Sicher fiel mir das nicht leicht, mich von alten Ideen, Vorstellungen und natürlich auch Songs zu trennen. Jedoch wollte ich einen radikalen Neustart machen und mich mit viel Elan und Ideen an neue Sachen wagen.

Dieser Schritt beinhaltet auch eine Suche nach einer Antwort auf die Frage: „Was will ich musikalisch eigentlich machen?“.

Was ist mein Weg? Was möchte ich vermitteln? Worum geht es mir wirklich bei der Musik?

Viele Fragen auf die es zum Teil nur sehr schwer ist, eine wirkliche Antwort zu geben…wenn diese Antwort auch ernst gemeint sein soll.

Für mich stellte sich auch die Frage, ob es nicht besser ist, etwas Neues zu versuchen anstelle mit aller Kraft zwanghaft zu versuchen, alte Ideen zu verwerten.

Mit dieser Einstellung habe ich also versucht, neue Texte zu schreiben und neue musikalische Ideen zu verwirklichen…und ich bin schon gespannt, wohin mich die Reise diesmal führt.

Gratis Musik aus dem Internet runterladen

Dieses Mal möchte ich mich einem Thema widmen, das sehr viele Emotionen auslöst.
Nämlich der Frage, ob es legitim ist, wenn man sich Musik gratis vom Internet
runterlädt.

Die Gesetze dazu sprechen eine mehr oder weniger eindeutige
Sprache. Sie unterscheiden sich zwar manchmal von Land zu Land aber im Grunde
genommen ist die rechtliche Situation diesbezüglich geklärt. Ob man die
rechtliche Lage bzw. ob die derzeitigen Gesetze zu diesem Thema
verbesserungswürdig sind, sei jetzt mal dahingestellt. Das wäre sicher ein
eigener Punkt über den man diskutieren könnte bzw. würde diese rage sicher ein
eigenes Blogthema füllen. Dazu müsste man sich auch mal intensiv mit den
Gesetzestexten befassen.

Ich möchte in diesem Blog aber eher die
moralische Frage zu dem Thema, ob es legitim ist, sich Musik gratis vom Internet
runterzuladen behandeln.

Es hat sich im Laufe der Zeit in der
Gesellschaft das Verständnis entwickelt, dass man das Recht hat, Musik immer und
überall hören zu können…ohne Gegenleistung. Gefördert haben diese Entwicklung
sicher auch die Gratistauschbörsen im Internet. Die Musikindustrie hat die
Entwicklung zu Beginn verschlafen und somit hat sich vermutlich eine damalige
Sensation…eben, der kostenlose Zugriff auf tausende Songs…zur Gewohnheit
entwickelt. Und da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, will er natürlich auch
auf liebgewonnene Gewohnheiten nicht mehr verzichten. Somit hat sich eben in den
Köpfen der Leute der Gedanke festgesetzt, dass ihr natürliches Recht ist, Musik
kostenlos zu beziehen…obwohl ja doch im Hinterkopf der kleine Gedanke
festsitzt…“na ja, eigentlich ist das ja schon irgendwie illegal…und im Grunde
genommen schädige ich ja doch den Musiker“…dieser Gedanke bleibt allerdings
nicht lange aktiv…und schon werden weitere Songs runtergeladen.

Zum
Glück haben sich aber verschiedene Wege entwickelt und entwickeln sich nach wie
vor, den Schaden, der der Musikindustrie dadurch entsteht, ein zudämmen. Es ist
auch notwendig…da ich absolut davon überzeugt bin, dass leider durch die
finanziellen Verluste die Möglichkeiten, neue Talente zu fördern sehr
eingeschränkt wurden. Wer weiß, wie viel gute Musik uns dadurch entgangen ist?

Es ist im Grunde genommen ja auch irgendwie grotesk. Man lädt im Prinzip
ja die Musik runter, die jemandem gefällt…und man zeigt dann dem Interpreten,
Komponisten, Produzenten usw. seinen Dank auf die Art und Weise, indem man genau
diese Personen mehr oder weniger direkt schädigt, denen man den Song zu
verdanken hat, den man so gerne hört. Das ist wirklich eine Besonderheit, finde
ich, die man sonst in keiner Branche findet (na ja, ggf. im Film oder
Softwarebereich).

Allerdings kann es natürlich auch von Vorteil sein,
wenn man relativ schnell auf ein großes Feld von gratis Musik zugreifen kann.
Ich spreche jetzt z. B. von Musikern, die in einer Coverband spielen und die
laufend die aktuellen Titel besorgen müssen, um die Songs für die Band zu lernen
um sie dann live zu spielen…obwohl sich das ja auch schon relativiert…da man ja
selbstverständlich auf dieses große Menge von Musik bei kostenpflichtigen
Portalen zugreifen kann…und die Musik ist gar nicht mal so teuer. Aber man ist
halt egoistisch und spart wo man kann…und wenn man Musik runterladen „muss“,
einfach um sie zu lernen, überlegen es sich halt manche, ob sie die Sache nicht
umgehen können und sich die Songs gratis besorgen. Aber woher kommt eigentlich
die Einstellung, dass man ein Recht darauf hat, Musik gratis zu besorgen? Kommt
es daher, dass man fast überall von Musik berieselt wird? Sei es im Fernsehen
(obwohl man da ja auch die Rundfunkgebühren zahlt)…oder von den
Einkaufszentren…wo permanent irgendeine Musik läuft? Man hört überall Musik…sie
ist schon so selbstverständlich geworden, dass man sie zum Teil gar nicht mehr
wahrnimmt. Also man ist wirklich von Musik umgeben…und das im Grunde genommen
kostenlos. Vielleicht entwickelte sich dadurch einfach eine
Selbstverständlichkeit, dass man das Recht hat, gratis Musik zu besorgen.

Es gibt viele Künstler, die diese Entwicklung mit allen Mitteln
bekämpfen…manchmal mehr und manchmal weniger erfolgreich. Ich bin mir auch
sicher, dass Künstler, die wirklich darum kämpfen, dass ihre Leistung bezahlt
wird, von vielen Seiten auch belächelt werden. Oder man denkt sich „na ja,
eigentlich haben diese Musiker ja eh recht…“ und trotzdem wird wieder gratis
Musik vom Internet runtergeladen.

Für mich stellt sich da irgendwie die
Frage…wann ist es wirklich legitim, dass man sich Musik gratis vom Internet
besorgt…gibt es überhaupt eine Situation, in der so eine Vorgehensweise legitim
wäre? Und was kann man dagegen tun?

Die Entwicklungen, die im Laufen
sind, sind zum Teil wirklich interessant zu beobachten. Ich bin schon sehr
gespannt, wie sich die Sache entwickelt und wo die neuen Möglichkeiten und
Technologien uns hinführen? Es tut sich im Moment sehr viel in diesem Bereich.
Es ist klar, dass die CD ein Auslaufmodell ist…und die Rückkehr der LP vor
einiger Zeit passierte wohl auch eher aus nostalgischen Gründen…obwohl ich
persönlich diese Entwicklung doch sehr gut finde…eine große LP hat doch
irgendwie ein gewisses Flair…und viele fühlen sich dadurch in die Jugendzeit
zurückversetzt…und sei es nur wenn man das Knistern der Nadel hört.

Aber
zurück zum Thema. Gratis Musik aus dem Internet…irgendwie ist das schon eine
Zwickmühle. Ich bin überzeugt, dass jeder in seinem Bekanntenkreis viele Leute
hat, die sich Musik gratis aus dem Internet besorgen. Wenn man versucht auf
solche Leute einzureden bringt das, denke ich, nicht viel…da sich die meisten
bestimmt nicht davon abhalten lassen werden, Musik gratis runterzuladen. Ich
denke, die Entwicklung ist schon zu weit fortgeschritten als dass sie sich noch
aufhalten lässt.

Die einzige Möglichkeit besteht, meiner Meinung nach,
wirklich nur darin, eine Möglichkeit zu schaffen, Musik in einem attraktiven
Angebot und bezahlbar anzubieten. Der Musikindustrie steht noch viel Arbeit
bevor, wieder eine Selbstverständlichkeit in die Köpfe der Leute zu bringen,
dass es für sie klar und absolut normal ist, für Musik zu bezahlen. Bei der
Rundfunkgebühr ist es ja im Prinzip auch so, dass es für die meisten Menschen
absolut normal und selbstverständlich ist, dass man seinen Fernseher
anmeldet…und sei es auch nur deswegen, weil im Prinzip immer die Möglichkeit
besteht, dass die Anmeldung geprüft und eine fehlende Anmeldung bestraft wird.

Aber ich bezweifle, dass das im Bereich Musik in der vollen Art und
Weise machbar ist. Vielleicht wollen es auch einige Bands so, dass man ihre
Musik gratis bekommt…einfach nur um die Möglichkeit zu schaffen, dass der Hörer,
die Musik kennen lernt, mehr Lust darauf bekommt und weiter Songs dieser
Interpreten dann legal kauft.

Ein Beispiel aus der Computerwelt bzw. aus
dem Softwarebereich. Ich habe mal gehört, dass einige Programmierer sogar
wollen, dass ihr Programm zum Teil illegal verbreitet wird. So besteht für die
User die Möglichkeit, das Programm kennen zu lernen…und jemand, der sich dann
wirklich ernsthaft damit beschäftigen will, kauft sich das Programm letztendlich
ja doch…und sei es nur um damit besseren Support usw. zu erhalten.

Auch
in den Zeitungen ist wieder ein Thema aufgetaucht, dass mit dem Musikbereich
irgendwie zum Vergleichen ist. Vermutlich ist es nur eine Sommerlochstory aber
es wird wieder heftig diskutiert, ob man in Gaststätten für ein Glas
Leitungswasser etwas bezahlen muss oder nicht. Auch in diesem Fall hat es sich
in den Köpfen der Leute als Selbstverständlichkeit festgesetzt, dass ein Glas
Leitungswasser gratis sein soll. Jetzt etwas dafür verlangen zu wollen erntet
heftige Kritik und Unverständnis…uns so ist es vermutlich auch bei der Musik.

Es scheiden sich die Geister…soll Musik gratis sein? Soll sie es nicht
sein? Wenn Musik gratis ist, wie kann man dann den ganzen Musikapparat am Laufen
halten? Reichen die Einnahmen aus Merchandising und Konzerten? Ich persönlich
glaube das nicht.

Es ist wirklich ein interessantes Thema…ich weiß
wirklich nicht, wohin es sich entwickelt…aber ich lasse es auf mich zukommen.
Ich persönlich habe als Einzelner keinen Einfluss darauf. Ich kann nur meine
Meinung kundtun. Vermutlich kann man sich als Musiker und Produzent wirklich nur
auf die Entwicklung einstellen und sich so gut wie möglich der gegebenen
Situation anpassen.

Kann man in der Musik Neues erschaffen?

Vor einiger Zeit habe ich von einer befreundeten Band die erste Single gehört. Eigentlich ein Lied, das im Grunde genommen perfekt produziert ist und auch einen Refrain hat, der ins Ohr geht und sich schnell einprägt. Jetzt kommt allerdings ein dickes, fettes Aber. Aber im Grund genommen hebt es sich nicht wirklich von den vielen Liedern ab, die genauso produziert sind. Es klingt wie ein Einheitsbrei von vielen anderen Liedern. Eigentlich hätte ich mir schon ein Lied erwartet, das anders ist…eigenständig…einfach etwas Neues…vor allem, da ich weiß, dass in dieser Band genug Potential und Können vorhanden ist. Vor allem besteht in dieser Band genug Professionalität, um wirklich etwas zu schaffen, in der die Musik für sich spricht…also die Kunst, wenn man so möchte, und nicht der Kommerz. Aber vielleicht haben sie es auch deswegen genauso gemacht, weil sie professionell in die kommerzielle Schiene gehen wollen. Falls das wirklich ihr Weg sein sollte, den sie gehen wollen, wünsche ich Ihnen viel Glück und Erfolg dabei…sie kämpfen schon jahrelang und haben den Erfolg wirklich verdient.

Somit möchte ich eigentlich schön langsam zu dm Thema kommen, über das ich in diesem Blog eigentlich schreiben möchte.

Ist es überhaupt noch möglich, in der Musik etwas Neues zu schaffen? Gibt es nicht schon alles? Sind alle „neuen“ Stile im Prinzip nicht nur eine Reproduktion bereits bekannter Sachen oder ein Mix bisher bekannter Musikstile?

Als ich mir ein paar Gedanken zu diesem Thema machte, stieß ich bei einer Zeitschrift in einem Interview auf folgende interessante Aussage: Vor hunderten von Jahren reisten viele Musiker durch die damals bekannte Welt und die  musikalischen Einflüsse, die sie dort bekamen, versuchten sie sofort mit ihrer traditionellen Musik, die sie kannten und prägten zu kombinieren. So entstand bereits damals ein Mix aus verschiedensten Kulturen und Einflüssen. Somit ist vermutlich die Musik, die für uns traditionell ist und einen Stil beschreibt bereits selbst ein Experiment aus verschiedensten Einflüssen. Somit wurde schon damals versucht, musikalisch immer wieder etwas Neues zu erschaffen.

Wann wurde zuletzt wirklich neue Musik erschaffen? Stile werden weiterentwickelt, neue Sounds werden eingesetzt…aber ist das bereits neue Musik?

Ich könnte jetzt behaupten Nirvana und die Grungebewegung in den 90ern waren wirklich die Letzten, die etwas Neues, etwas Revolutionäres erschaffen haben. Sie setzten mit ihrem brachialem, dreckigem Sound dem Eurodance, der in den 90ern angesagt war und auch dem Speedlickhairsprayrock aus den 80ern etwas entgegen, das sehr einfach gestrickt war und mit dem sich  viele damals identifizieren konnten. Auf der anderen Seite könnte man auch sagen, so etwas wurde ja auch schon in den 70ern mit der Punkbewegung gemacht. Damals wurde ja auch bereits das Gefühl vermittelt, dass jeder Gitarre spielen kann und man dafür kein ausgebildeter Musiker sein muss.

Also bedeutet es, dass es in der Musik gar nicht mehr möglich ist, Neues zu machen? Ist wirklich alles im Prinzip nur auffrischen und leichtes abändern von bereits Gemachtem?

Melodiemäßig ist die Musik ja bereits ziemlich ausgereizt. Irgendwann sind unsere 12 Töne (inkl. Halbtonschritte) ja auch erschöpft.

Aber vielleicht ist ja gerade das, was Neues…bereit Gehörtes in ein neues Gewand zu verpacken.

Ich sehe schon…das ist ein Thema über das man endlos schreiben könnte…aber ich muss auch mal zu einem Ende kommen, sonst wird dieser Blogeintrag nie fertig.

Über Feedback würde ich mich freuen…es wäre doch auch interessant, sich mit anderen über dieses Thema auszutauschen.

Aber ich habe ja auch schon andere Themen für die nächsten Blogs im Kopf.

Also werde ich früher oder später mal wieder meinen Senf dazugeben.

Grammy 2014

Das Jahr 2014 hat begonnen…der Jänner ist sogar schon wieder fast vorbei…und eines der ersten musikalischen Highlights in diesem Jahr war die Grammy-Nacht. Wobei ich es gar nicht so sehr verfolg habe…es ging eher so nebenbei an mir vorüber. Obwohl ich es doch interessant fand, welche 2 Kooperationen es an diesem Abend gab.

Zum einen traten Paul McCartney und Ringo Starr wieder gemeinsam auf…also die lebende Hälfte der Beatles wieder vereint…obwohl das in den vergangenen Jahren ja sicher öfter mal vorkam…sogar Yoko Ono saß im Publikum.

Die andere Zusammenarbeit, die ich interessant fand war die von Metallica und Lang Lang. Musikalisch sicher auch nichts Neues, wenn sich Heavy Metal mit Klassik verbindet…aber trotzdem mal eine interessante Arbeit von Metallica. Die letzte Zusammenarbeit zwischen Metallica und Lou Reed fand ich…ich will mal sagen „naja“. Obwohl Lou Reed sicher auch viele Musiker inspiriert hat…aber dass bei der Arbeit an „Lulu“ nichts Besseres rauskam, hat mich doch etwas verwundert.

Unabhängig von den Grammys hat sich auch schon die nächste Zusammenarbeit angekündigt…nämlich ein gemeinsamer Auftritt von Miley Cyrus und Madonna. Mittlerweile stellt man sich nicht mehr die Frage, wer von den beiden die bessere Musik macht, sondern wer von den beiden die schönere Zunge hat. Mehr zu diesem Thema unter diesem Link: http://oe3.orf.at/stories/2628016/

 

 

 

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.